Stark wie Stahl

«Die BG OST-SÜD ist in Zeiten der Umstrukturierung von grundlegender Bedeutung, um Wachstum zu erzielen und die Betriebsfähigkeit zu gewährleisten.»

José Fazioli, JODA Metalcostruzioni SA

Von den ersten kleinen Metallbauarbeiten bis zu komplexen Stahlstrukturen für Bahn, Strasse und Industrie: Die JODA Metalcostruzioni SA aus Castione im Tessin hat sich in über zwanzig Jahren zu einem Unternehmen entwickelt, das schweizweit tätig ist. Ein Weg, der von Mut, Entschlossenheit und dem Willen geprägt ist, sich immer ehrgeizigeren Herausforderungen zu stellen.

Ob Geländer für Viadukte oder Bahnhöfe, tragende Strukturen für Brücken oder komplexe Metallbauarbeiten für Industrieanlagen – die Firma JODA Metalcostruzioni SA aus Castione hat sich als verlässlicher Partner im Tessiner Stahl- und Metallbau etabliert. Rund zwanzig Mitarbeitende realisieren heute Projekte in der ganzen Schweiz. Zuletzt etwa am Bahnhof Chur, in der Kontrollstelle für Schwerlastfahrzeuge in Giornico und an Infrastrukturbauten an der Autobahn in Sursee und im Aargau. «Wir haben in den letzten Jahren einen grossen Schritt gemacht», sagt Geschäftsführer José Fazioli. «Was wir aufgebaut haben, erfüllt mich mit Stolz – vor allem, weil wir es aus eigener Kraft erschaffen haben.

Ein mutiger Anfang und Zusammenhalt als Fundament

Als José Fazioli das Unternehmen 2002 mitgründete, angetrieben vom Wunsch nach Unabhängigkeit und Innovation, war der Weg ungewiss. Bald folgte ein schwerer Rückschlag. Der wichtigste Auftraggeber stieg aus, die Einnahmen brachen weg, der Betrieb stand vor dem Aus. «Das war eine belastende Zeit. Gerade in dieser Phase zeigte sich die Stärke des kleinen Teams. Freundschaft, Vertrauen und die Entschlossenheit, nicht aufzugeben, haben das Unternehmen getragen», erinnert sich José Fazioli. Dazu kam Mut: Als das Unternehmen noch sehr klein war, suchte und akzeptierte es Aufträge, die weit über seine damalige Grösse hinausgingen. Das half ihm, zu wachsen und in Märkte einzutreten, die es für sein Wachstum als strategisch wichtig erachtete. Schritt für Schritt gelang der Einstieg in grössere Metallbauarbeiten, später durch die neue Eisenbahn-Alpentransversale am Gotthard auch im Tiefbau.

Die Werkhalle als Meilenstein

Mit wachsenden Anforderungen entwickelte sich zudem die Infrastruktur. Neue Maschinen, optimierte Abläufe und steigende Verantwortung prägten diese Zeit. Ein entscheidender Moment war 2020 der Bau der eigenen Werkhalle von 1650 Quadratmetern mit einer Hubkraft von 30 Tonnen. «Hätten wir diese Halle nicht, könnten wir viele Projekte gar nicht realisieren», sagt José Fazioli. Sie wurde zum Herzstück der Produktion und Grundlage für die heutige Leistungsfähigkeit.

Vertrauen, das alles verändert

Doch auch diese Entwicklung war nur möglich, weil es Partner gab, die an die JODA Metalcostruzioni SA glaubten – gerade dann, wenn andere zögerten. «Es braucht Menschen, dem Projekt Vertrauen schenken. Ohne ihre Unterstützung wäre vieles nicht machbar gewesen», sagt der Unternehmer merklich bewegt. Als die Firma nach der ersten grossen Krise einen neuen Finanzplan aufstellte, vermittelte das kantonale Amt für Wirtschaftsförderung den Kontakt zur BG OST-SÜD. «Sie hat uns geholfen, den nötigen Kredit zu erhalten.»

Einige Jahre später, beim Bau der neuen Werkhalle, war die BG OST-SÜD erneut entscheidend beteiligt. Dank der Bürgschaft konnte die Tessiner Firma ihre Liquidität sichern und die Erweiterung realisieren. «Die BG OST-SÜD war während der Umstrukturierung von grundlegender Bedeutung, um Wachstum zu erzielen, und vor allem, um die Betriebsfähigkeit für das Wachstum des Unternehmens zu gewährleisten», sagt José Fazioli. «Ohne die BG OST-SÜD wäre dies ein zu grosses Risiko gewesen.»

Neue Chancen nach zwei Jahrzehnten

Heute ist der Geschäftsführer der JODA Metalcostruzioni SA überzeugt: «Nach 23 Jahren sehen wir klar, was wir erreicht haben – und dass unser Weg noch lange weitergeht. Das motiviert uns jeden Tag.» Der jüngste Wiedereinstieg in die Industrie zeigt, welches Potenzial im Tessiner Unternehmen steckt. «Unsere vorrangige Aufgabe ist aber die Konsolidierung im bestehenden Sektor.» Gleichzeitig sieht José Fazioli ein Wachstumspotenzial im industriellen Bereich und im Markt für rostfreien Stahl. Langfristig denkt er über die Gründung eines spezialisierten Spin-offs nach – erneut ein Schritt, bei dem die BG OST-SÜD eine wichtige Rolle spielen könnte. Trotz aller Pläne bleibt für den Unternehmer eines zentral: «Wir wollen unseren regionalen Charakter bewahren. Er ist Teil unserer Identität – und unserer Stärke.»

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